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Die Entwicklung des Eine-Welt-Ladens
Die Idee zur Gründung eines „Dritte-Welt-Kreises“ in Schermbeck hatten 11 Jugendliche im Oktober 1987. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten:
Jürgen Aehling, Martina Alberding, Stephanie Arntz, Cornelia Bienbeck, Christian Goldberg, Stefan Köster, Bernd Platzköster, Anja Ribbekamp, Patrick Ruloff, Claudia Tasse und Mechtild Wein.
Die Absicht, die Handelsgewinne jenen Menschen zukommen zu lassen, welche die Produkte erzeugen, begeisterte die Gruppe.
Als Startkapital erhielten die Jugendlichen 1000,--DM vom Kirchenrendanten. Zunächst wurden die Waren vor der Kirche und in der Bücherei im Pfarrheim verkauft.
1989 bauten die Jugendlichen des Dritte-Welt-Kreises den ehemaligen Messdienerkeller unter der Sakristei der Ludgerus-Kirche in mühevoller Arbeit für ihre Zwecke um. Der Nebenraum wurde zu einer Teestube höhlenartig ausgestaltet. Seit dieser Zeit werden diese Räume für den Verkauf der Waren aus der 3. Welt und für Gesprächsrunden genutzt. Miete fällt dadurch nicht an. Seit 1993 arbeitet der Laden schuldenfrei. Sämtliche Kredite konnten zurückgezahlt werden. Der Gewinn kommt den Produzenten in den Entwicklungsländern zugute. ‘ Bis 1995 engagierten sich ausschließlich junge Leute zwischen 14 und 20 Jahren im Dritte-Welt-Kreis. Besonders aus den Firmgruppen kamen immer wieder neue Mädchen und Jungen in diese Arbeitsgruppe. Sie arbeiteten meistens 2 bis 3 Jahre mit, bis für sie die Schulabschlussprüfungen im Vordergrund standen, so dass sie nicht mehr genügend Zeit für ein Engagement im Dritte-Welt-Kreis fanden. Da nach 1995 dringend neue Mitarbeiter gesucht wurden, kamen nach und nach auch ältere Erwachsene in die Gruppe. Im April 2000 wurde die Bezeichnung „Dritte-Welt-Kreis“ in „Eine-Welt-Kreis“ umge-ändert. Damit sollte deutlich gemacht werden, dass die Menschheit weltweit voneinander abhängig ist und die Einteilung in erste, zweite und dritte Welt nicht mehr zutreffend ist. Seit 2001 unterstützen wir von Verkaufsgewinnen und Spenden die missio-Schutzengel-Aktion. Sie wendet sich gegen Kinderprostitution und Sextourismus. Unser Mitglied Christiane Merholz malte Engelmotive, die als Postkarten für diese Hilfsaktion verkauft wurden. Seit 2006 haben wir eine Patenschaft der Kindernothilfe übernommen. Das Geld wird für den Unterhalt und die Ausbildung von Suma, einem Mädchen aus Bangladesh, ausgegeben. Außerdem unterstützen wir ein Dorfprojekt in Uganda. Da immer weniger Kunden in den Laden unter der Sakristei kamen, wurde das Verkaufs-konzept geändert. Heute verkaufen wir unsere Waren hauptsächlich an Verkaufsständen bei besonderen Veranstaltungen der katholischen und evangelischen Kirche in Schermbeck, z.B. beim Gemeindebasar, beim Pfarrfest, beim Weinfest, beim Weltgebetstag der Frauen oder am Samstag vor dem 1. Advent beim „Marktplatz der Hilfe“ auf dem Platz der kath. Kirche.
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