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Kontaktadresse: Johann von der Recke-Straße 26 – 28 46514 Schermbeck Tel.: 02853 / 3025
Unsere katholische Einrichtung ist ein in drei Gruppen eingeteilter altersgemischter Kindergarten. Die Namen unserer Gruppen sind dem Bilderbuch "Freunde" von Helme Heine entliehen.
Unser erstes Ziel ist es, dass sich die Kinder bei uns wohl fühlen und eine warme soziale Gemeinschaft erleben. So wollen wir erreichen, dass die uns anvertrauten Kinder ihre Persönlichkeit entfalten und entwickeln können.
Das freie Spiel nimmt in unserem Kindergarten den größten Raum ein. Wir betreuen 75 Kinder aus 75 verschiedenen Familiensituationen. Diese Individualität ist unsere Arbeitsgrundlage, die wir sehr ernst nehmen.
Wir arbeiten nach keinem bestimmten Ansatz, sondern nach einem eigenen Konzept, welches wir Ihnen gerne vorstellen.
Besuchen Sie uns einfach!
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Liebe Acki Flammer!
Seit dem 1. Juni 1973 sind Sie als Erzieherin in unserer Gemeine tätig und seit dem 1.11.1997 sind Sie mit Herzblut Leiterin dieser Einrichtung, der KiTa St. Kilian gewesen. Wenn wir Sie heute verabschieden, dann ist das für Sie mit einem weinenden und einem lachenden Auge verbunden.
Für uns jedenfalls hat dieser Abschied mit ganz viel Wehmut zu tun.
Sie waren – wenn ich das mal so salopp formulieren darf – die „Mutter der Kompanie“. Sie haben sich wirklich um alles gekümmert; um den Kummer und um die Freuden. Die Kita St. Kilian war für Sie „mein Kindergarten“, mit dem Sie sich voll und ganz identifiziert haben.
Und zwar so sehr, dass Sie auch zum Dienst gegangen sind, wenn Sie krank waren. Sie konnten doch das Team und „Ihre Kinder“ nicht allein lassen. Und wenn im Team schon mal Tränen flossen vor Freude oder Leid, dann stand Ihnen auch das Wasser in den Augen.
Dass bei so viel Herzblut, was in die Arbeit einfließt, irgendwann auch der Zeitpunkt kommt, wo jemand sagen muss: „Jetzt muss es mal langsamer gehen für mich; jetzt muss mal jemand anders ran“ – das ist schade, aber ganz verständlich.
In den letzten Jahren haben Sie das Zusammenwachsen unserer beiden Einrichtungen zu einem Familienzentrum voll und ganz mitgetragen und unterstützt. Und da war und ist viel „Musik drin“. Nicht nur, weil die Kita St. Kilian mit der musikalischen Erziehung einen Schwerpunkt hat, sondern auch weil Sie – wenn Musik erklingt – Ihre Beine und Arme kaum still halten können. Sie schwingen sofort mit.
Wir alle haben in den letzten Wochen mitbekommen, wie sensibel und gefährdet Vertrauenspositionen bei Kindern und Heranwachsenden sind; was zerbrechen kann an Vertrauen über die einzelne Person hinaus, wenn Vertrauen missbraucht wird.
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Ohne dieses leidvolle Thema an diesem Tage vertiefen zu wollen, möchte ich doch im Umkehrschluss feststellen: Was kann alles an Segen geschehen, wo Kinder ermutigt und unterstützt werden in ihrer Entwicklung.
Eine tibetanische Weisheit sagt:
- „Wenn ein Kind kritisiert wird,
lernt es zu verurteilen.
- Wenn ein Kind verspottet wird,
lernt es, schüchtern zu sein.
- Wenn ein Kind verstanden und toleriert wird,
lernt es, geduldig zu sein.
- Wenn ein Kind ermutigt wird, lernt es,
sich selbst zu schätzen.
- Wenn ein Kind gerecht behandelt wird,
lernt es, gerecht zu sein.“
Für Ihr wirklich segensreiches Wirken in diesem Sinne, liebe Acki Flammer, möchte ich Ihnen im Namen unserer Pfarrgemeinde ganz herzlich danken. Nicht zuletzt auch für die vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten, die Sie im Laufe der Jahre ausgeübt haben. Und ich bin sicher, dass Sie nach einer guten Zeit der Neuorientierung im ehrenamtlichen Bereich der Gemeinde weitermachen.
Wir sind zwar der sog. Träger, aber wir als Gemeindeleitung und Kirchenvorstand haben uns von Ihnen getragen gewusst.
„Ein Kind steht für das Wunder des Neubeginns. Es steht dafür, dass ein Mensch, wenn er es nur zulässt, in sich Neues wachsen lassen und nie Dagewesenes hervorbringen kann.“ formuliert Johanna Haberer.
So wünsche ich Ihnen, dass Sie in diesem Sinne Kind bleiben, das in sich Neues wachsen lassen kann. Ihre 2. Heimat Borkum wird wahrscheinlich zusammen mit Ihrem Mann und Ihrer Familie, wo Sie auch „Mutter der Kompanie“ sind, dabei helfen.
Ich wünsche Ihnen, Acki Flammer, dass Sie so ein flammender und begeisterter Mensch bleiben wie Sie jetzt sind.
Klaus Honermann, Pfarrer
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